Forstgarten

Der Forstbetrieb Franz Mayr-Melnhof-Saurau unterhält einen eigenen Forstgarten.

Auf ca. 8 ha Betriebsfläche können bis zu 500.000 Pflanzen pro Jahr produziert werden. Angebaut werden fast alle heimischen Haupt-baumarten der entsprechenden Herkunftsgebiete und der dazu passenden Höhenstufe mit dem Schwerpunkt auf Fichte und Lärche. Der überwiegende Teil der Pflanzen ist für den eigenen Forstbetrieb bestimmt.
 

Herkunftsgebiete im Forstbetrieb Mayr-Melnhof-Saurau:

3.1 Östliche Zwischenalpen – Nordteil
3.2 Östliche Zwischenalpen – Südteil
5.3 Ost- und Mittelsteirisches Bergland

Ziel des eigenen Forstgartens ist die sichere Versorgung des Forstbetriebes mit angepasstem Pflanzgut auf höchstem Qualitäts-niveau mit Herkünften, welche aus dem eigenem Forstbetrieb entstammen. Um die Versorgung sicherzustellen und gleichzeitig die Qualität und Leistung der Pflanzen zu steigern, werden sowohl die generative als auch die vegetative Vermehrung angewendet

Generative Vermehrung

Die Erntebestände befinden sich ausschließlich in den Wäldern des Forstbetriebes. Sie werden nach den Regelungen des Forstlichen Vermehrungsgutgesetzes von 2002 vom Bundesamt für Wald (BFW) ausgewiesen und zugelassen. Hierdurch wird gewährleistet, dass nur überdurchschnittliches gutes Saatgut zur Nachzucht verwendet wird.

Vegetative Vermehrung

Die vegetative Vermehrung erfolgt über Pflanzenteile, sogenannte Stecklinge. Ein Steckling ist ein Trieb, der von der Mutterpflanze abgeschnitten wird und durch technische Maßnahmen (Temperatur, Feuchtigkeit) zur Bewurzelung gebracht wird. Dieses Verfahren erzeugt genetisch identische Nachkommen und erlaubt die rasche Nachzucht erwünschter Qualitätsmerkmale (Krankheits- oder Trockenresistenz, Leistungsmerkmale). Im Forstgarten Mayr-Melnhof-Saurau wird bislang nur die Hauptbaumart Fichte über Stecklinge vermehrt. Stecklingspflanzen werden (außer zu Forschungszwecken) ausschließlich im eigenen Forstbetrieb verwendet. Die hieraus entstandenen Kulturen werden regelmäßig vermessen und zeigen überdurchschnittliche Zuwachsleistungen.

Samenplantagen

Um die Qualität des Pflanzgutes auf ein Höchstmaß zu steigern, hat der Betrieb Samenplantagen für Fichte, Lärche, Bergahorn, Vogel-kirsche und Esche angelegt. Diese vom BFW anerkannten Samen-plantagen sind sogenannte Plusbaumplantagen, die von ausge-wählten Mutterbäumen stammen. Die Mutterbäume sind die qualitativ hochwertigsten Bäume des gesamten Forstbetriebes.