Baum des Jahres
Vogel des Jahres

Der Forstbetrieb Franz Mayr-Melnhof-Saurau …

… ist der größte Privatforstbetrieb in Österreich. Er liegt inmitten der waldreichen Steiermark. Hier wird gewirtschaftet und geschützt, hier kann man entdecken und sich erholen, denn unser Wald ist Wirtschaftsraum und Rückzugsraum. Für Tiere genauso wie für Menschen. Eine sorgfältige und verantwortungsvolle Pflege des Waldes ist daher ein maßgeblicher Beitrag für das Gemeinwohl. Nur so können wir die Artenvielfalt erhalten und kann der Wald das bleiben, was er ist: Lebens- und Erholungsraum.

Ein Blick in die Baumkrone

Selten nur

Selten nur bewegen wir uns in der Höhe der Baumkronen. Dieser Platz ist v.a. den Vögeln vorbehalten. Meise, Buchfink, Habicht oder Bussard, um nur ein paar zu nennen. Ein Vogel, der auch fliegen könnte, das aber ungern tut, ist das Auerhuhn. Dafür ist die Balz-Arie des männlichen Auerhahns umso beeindruckender.

Das Auerhuhn

Das Auerhuhn braucht naturnahe Nadel- und Mischwälder zum Leben. Da es wegen seines Gewichtes nur schwer abheben kann, benötigt es darüber hinaus auch eine Abflugschneise, die ihm das Starten leichter macht. Übrigens: Die beeindruckende Balz-Arie des Auerhahns setzt sich zusammen aus dem Knappen mit dem Schnabel, dem Trillern, das sich zum Hauptschlag überschlägt und zu guter Letzt dem Wetzen, das auch Schleifen genannt wird. Eine Strophe seines Gesangs dauert etwa sechs Sekunden.

Vogel des Jahres 2017

Der Waldkauz gehört zur Familie der Eulen und ist die häufigste Eulenart in Österreich. Der Eulenvogel wird aufgrund seines runden Kopfes ohne Federohren als „Kauz“ bezeichnet. Charakteristisch sind die großen Knopfaugen im dunkel umrahmten hellen Gesichtsschleier. Die großen Augen ermöglichen dem Kauz auch eine optimale Sichtleistung bei Tag und Nacht.  Der Waldkauz ist etwa 40cm groß und erreicht ein Gewicht von etwa 500 Gramm. Das Weibchen ist größer und schwerer als das Männchen.

Als Lebensraum bevorzugt er Laub- und Mischwälder, Alleen, Parkanlagen, Gärten und Friedhöfe mit altem Baumbestand, wo er Bruthöhlen finden kann.

 

Man sägt nicht den Ast ab,

auf dem man sitzt, oder anders gesagt: Wir brauchen die Wälder zum Leben, daher müssen wir sie pflegen.

Lebensraum für Nachteulen

Wussten Sie schon, dass Eulen Haare, Federn und Knochen als sogenanntes Gewölle ausspucken?

Wie hoch ein Baum auch sein mag,

seine Blätter fallen doch zur Erde. (chinesisches Sprichwort)



Unser Wald hat
Bestand

Belebtes Holz, gepflegtes Holz

Ob Laub-, Misch- oder Nadelwald, unser Wald erfüllt wichtige Funktionen und muss – um diese erfüllen zu können – permanent gepflegt werden. Die Pflege der Wälder ist notwendig, damit diese unsere vielfältigen Ansprüche optimal erfüllen können.
Der Mensch hat den Wald zwar gezähmt und kultiviert, dennoch lassen sich auch heute noch verschiedene Waldtypen unterscheiden.

Waldtypen

Eichenwald, Buchenwald, Auwald, Bergmischwald und Nadelwald – alle diese und andere Waldtypen exisitieren in Österreich und haben ihre speziellen Eigenheiten: Bergmischwälder sind beispielsweise relativ lichtdurchlässig. Das trägt dazu bei, dass in diesen Wäldern auch andere Bäume und Sträucher gut gedeihen können. Reine Nadelwälder hingegen bieten durch ihre dauerhafte Benadelung hohen Schutz für Tiere. Nadelhölzer sind durch ihren geraden Stammwuchs auch exzellent wirtschaftlich nutzbar, was zu ihrer Verbreitung maßgeblich beigetragen hat.

Bäume sind Lebensräume

Bäume sind natürlich auch Lebensraum für unzählige Tiere, wie z.B. den Siebenschläfer. Er findet sein Schlafquartier bevorzugterweise in Baumlöchern oder Vogelhäusern und hält dort mehr als sieben Monate lang eine Ruhephase ein – das ist Weltrekord im Winterschlafen.

Sie kreuchen und fleuchen, die Insekten

und sind die artenreichste Klasse der Tiere überhaupt.

Der Grünspecht war Vogel des Jahres 2014

Übrigens: Leer stehende Spechthöhlen dienen häufig anderen Tieren als Wohnung.

Hegen & Pflegen

Hegen & Pflegen

Unsere Wälder sind weitgehend Kulturwälder, d.h. sie wurden vom Menschen „gezähmt“ und zum Teil auch geschaffen. Urwälder gibt es in Europa nur noch wenige. Die Pflege des Waldes ist daher eine wichtige Aufgabe von Forstbetrieben. Sie ist ökonomisch sinnvoll und ökologisch wertvoll, denn biologische Vielfalt und eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung des Waldes gehören unmittelbar zusammen. Die Pflege und Bewirtschaftung des Waldes sorgt für eine große Artenvielfalt in der Pflanzen- und Tierwelt.

Ahorn

5-lappig, zugespitzte
und gezackte Blätter

Erle

Blattanordnung wechselständig,
Blattrand gezähnt,
keine Blattspitze

Buche

Blattränder leicht gezähnt

Esche

unpaarig gefiedert,
Blattränder gesägt

Welcher Baum ist das?

Wissen hilft uns dabei, die Natur zu respektieren und ihr die Aufmerksamkeit zu geben, die ihr gebührt. Denn nur was wir kennen, können wir mit seinen Besonderheiten wahrnehmen und nur so können wir die Fähigkeiten von Pflanzen und Lebewesen schätzen und respektieren.

Bäume können sehr gut anhand ihrer Blätter unterschieden werden. Immergrün oder Sommergrün, gefiedert oder gefingert? Langstielig, kurzstielig, gesägt, gelappt oder gebuchtet? Werfen Sie einen kurzen Blick auf die vielfältigen Blattformen unserer Bäume.

Der Wald lebt

Rotwild, Rehwild, Gamswild, Steinwild, Muffelwild, Schwarzwild, Raufußhühner und viele Niederwild- und Raubwildarten leben in den Wäldern des Forstbetriebes Franz Mayr-Melnhof-Saurau. Zahlreiche dieser Tiere leben schon seit Jahrhunderten bei uns. Andere wiederum waren in unseren Wäldern bereits ausgestorben, konnten aber durch sorgfältige Pflege des Waldes wieder angesiedelt werden oder sind selbst wieder zurückgekehrt, wie etwa der Luchs.

Was macht die Axt im Walde?

Sie fällt, entastet und kerbt ein. Äxte sind bereits seit der Steinzeit belegt.

Die Motorsäge, im Volksmund auch Fichtenmoped

genannt, hat die Axt abgelöst und z.T. auch verdrängt.

Am Boden angekommen

Haben Bäume einen bestimmten Durchmesser erreicht, werden sie geerntet und machen Platz für die nächste Generation. Wann ein Baum geerntet wird, hängt von vielen Faktoren ab, z.B. von seinem Alter, der Baumart, dem Standort oder seinem Gesundheitszustand.

Baum des Jahres 2017

Der Wacholder ist der Baum des Jahres 2017. Wacholder sind immergrüne Sträucher oder Bäume mit nadelförmigen Blättern, die stechend spitz sind und einem aromatisch duftendem Holz. Seine Früchte, die Wacholderbeeren, sind ein wichtiges Gewürz in vielen europäischen Küchen.

Durch seine Anpassungsfähigkeit ist der Wacholder weit verbreitet und gedeiht auch auf trockenen, steinigen und sandigen Standorten.

Vorsicht: Die Nadeln enthalten leicht giftige ätherische Öle, die bei Hautkontakt Reizungen hervorrufen können.

Holzernte, wie geht das?

Die Grundformen der Holzernte sind die Einzelstammnutzung und der Kahlhieb. Bei der Einzelstammnutzung werden nicht alle Bäume eines Bestandes gleichzeitig geerntet. Einzelne Stämme werden so entnommen, dass der verbleibende Bestand weder beschädigt noch destabilisiert wird. Ein Kahlhieb wird dort durchgeführt, wo unerwünschte Monokulturen ersetzt werden sollen und wo eine natürliche Mischwaldverjüngung nicht zu erwarten ist. Ebenso in schwierig zu bewirtschaftenden Lagen und in kranken oder genetisch schlecht veranlagten Wäldern.

Der Boden lebt

Auch am Waldboden leben zahlreiche Tiere. In Österreichs Wäldern kommen in etwa 5.000 verschiedene Insektenarten vor, aber auch andere wie zB Reptilien, Amphibien und Schnecken. Manchmal zu beobachten ist der Feuersalamander. Durch seine schwarz-gelbe Zeichnung ist er unverwechselbar. Man findet ihn häufig von März bis November in Laubmischwäldern und dort an Bächen und Quelltümpeln. Er ist nachtaktiv und bevorzugt eine hohe Luftfeuchtigkeit.
Übrigens: Zur Abwehr sondert der Feuersalamander ein giftiges Hautsekret ab.